Seit 2008 verfügt die Tierklinik Hollabrunn über ein hochauflösendes digitales Röntgensystem. Die verbesserte und gleichmäßigere Bildqualität, einfache Speicherung und sofortige Abrufbarkeit der Bilder von jedem Arbeitsraum der Klinik aus und nicht zuletzt die Möglichkeit, Röntgenaufnahmen unkompliziert auf einem Speichermedium oder per E-Mail weitergeben zu können, bewähren sich sehr.
Unserer Röntgenanlage liefert nicht nur Aufnahmen von hoher Qualität, sie kann auch zu einer sehr strahlungsarmen Durchleuchtung eingesetzt werden. Dies erweist sich besonders bei Kontrastmittel- und Herzkatheteruntersuchung als essentiell. Für Spezialaufnahmen im Bereich der Maulhöhle unserer Patienten verwenden wir ein separates Zahnröntgengerät.
Ein hoch auflösendes Ultraschallgerät mit den verschiedenen Möglichkeiten zur Doppler-Sonographie samt digitaler Archivierungsmöglichkeit für Bilder und Videosequenzen stellt das Herzstück unseres Ultraschallraumes dar. Die verschiedenen Schallköpfe dienen zur Untersuchung der Bauchorgane, des Herzens, des Bewegungsapparates und sogar der Augen.
Flexible und starre Endoskope dienen unter anderem zur Unter- suchung des Magen-Darmtrakts, der Bronchien, der Harnblase und der Nasenhöhlen. Verschluckte oder in die Luftwege eingeatmete Fremdkörper können in vielen Fällen unter endoskopischer Kontrolle entfernt werden, was den betroffenen Patienten oftmals die wesentlich aufwändigere Operationen zu ersparen hilft. Alle Endoskopien können digital aufgezeichnet werden.
Aber auch im Zuge operativer Eingriffe wird die Endoskopie in unserem Hause intensiv genützt: die Arthroskopie (verschiedene Gelenksoperationen durch nur wenige Millimeter große Hauteinstiche), die Laparaskopie (die „Schlüssellochchirurgie“ im Bereich der Bauchhöhle) und die Thorakoskopie (minimalinvasive Eingriffe im Brustkorb) gehören zum Standardrepertoire unserer Chirurgen.
Seit März 2010 steht in der Tierklinik Hollabrunn ein leistungsfähiger Magnetresonanztomograph für eine noch bessere Diagnostik im Bereich des Gehirns, des Rückenmarks, der Weichteilgewebe und gewisser Gelenke zur Verfügung. Es ist dies das erste Gerät mit einer Feldstärke von 1 Tesla, welches österreichweit in der Tierheilkunde eingesetzt wird. Die kurzen Untersuchungszeiten einer Anlage dieser Feldstärke sind nicht nur sehr schonend für unsere Patienten. Sie erlauben uns auch, viele unserer Patienten, die einer Operation bedürfen, sofort nach der Untersuchung und noch in derselben Vollnarkose gezielt zu behandeln, was sich gerade bei akuten Bandscheibenvorfällen als extrem günstig erweist.
Spezielle magnetresonanztaugliche Überwachungsgeräte erlauben unseren Anästhesisten, ihre Patienten auch während der Kernspintomographie perfekt zu überwachen. Die aufwändige technische Bedienung des Geräts selbst liegt in den Händen unserer diplomierten Radiologisch-Technischen Assistentin, Frau Bibiane Braunöder.
Wie in der Humanmedizin, ist die Computertomogaphie auch aus der Diagnostik unserer Klein- und Heimtiere nicht mehr wegzudenken.
Nachdem wir seit dem Jahr 2000 Erfahrung in der Computertomographiegesammelt haben, konnten wir mit Dezember 2007 einen kräftigen Innovationsschub in unserer Ausrüstung erzielen. Die Tierklinik Hollabrunn verfügt jetzt mit einem 4-zeiligen Spiral-CT über die derzeit leistungsfähigste Computertomographieanlage, die in österreichischen Tierkliniken zum Einsatz kommt. Wir nützen diese Anlage Tag für Tag, um Fragestellungen am Kopf, der Wirbelsäule, der Gelenke, aber auch des Brustkorbes und des Bauchraums abzuklären. Eine automatische Kontrastmittelpumpe ermöglicht es, dabei die gleichen Standards wie in der Humanmedizin zu erzielen. Da Tiere während der CT-Untersuchung fast immer in Vollnarkose gehalten werden müssen, steht auch an diesem Arbeitsplatz eine moderne Anästhesieausrüstung samt computergesteuerter Beatmungsanlage und Überwachungsgeräten zur Verfügung. Die neue CT-Anlage verfügt über eine durchleuchtungsgestütze Punktionseinheit. So kann die nötige Narkose gleich genützt werden, Gewebeproben auch an sonst sehr schwer zugänglichen Stellen mit großer Präzision und größtmöglicher Sicherheit für den Patienten zu entnehmen.