Die Tierklinik Hollabrunn hat eine leistungsfähige Herzambulanz eingerichtet:

Herzerkrankungen sind bei Hunden und Katzen relativ häufig (ca. 11% aller Hunde leiden
an einer Herzerkrankung) und nehmen mit steigendem Alter deutlich zu.

Symptome einer Herzerkrankung sind Leistungsschwäche, Husten, Zyanose (Blaufärbung der Schleimhäute), vermehrtes Hecheln, Hitzeintoleranz, Ohnmachtsanfälle und vieles
mehr.

Im Gegensatz zum Hund zeigen Katzen meist erst sehr spät klinische Symptome, die für
den Patientenbesitzer sichtbar sind. Katzen (v.a. Wohnungskatzen) bewegen sich tagsüber
oft nicht viel und der typische „Herzhusten“, den der Hund zeigt, kommt bei ihnen
praktisch nicht vor. Aus diesen Gründen werden Katzen oft erst in einem relativ weit
fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung zur kardiologischen Untersuchung vorgestellt.

Auch Jungtiere, die im Wachstum zurückbleiben oder mangelhaftes Spielverhalten zeigen,
sollten auf Herzerkrankungen hin untersucht werden.

Sowohl beim Hund als auch bei der Katze sind die jährlichen Gesundenuntersuchungen unerlässlich, um eventuell vorhandene Herzgeräusche, Herzrhythmusstörungen oder
andere auf Herzerkrankungen hinweisende Symptome so früh wie möglich zu erkennen und
eine kardiologische Untersuchung einzuleiten.

Einige Hunde- und Katzenrassen neigen vermehrt zu Herzerkrankungen und sollten daher
im Rahmen von Zuchtuntersuchungen oder Vorsorgeuntersuchungen zur kardiologischen
Untersuchung vorgestellt werden. Zu diesen Rassen gehören etwa Deutsche Dogge,
Dobermann, Cavalier King Charles Spaniel, Boxer, Maine Coon und andere. Gerne beraten
wir Sie, ob ihr Tier zu einer gefährdeten Rasse zählt und ob eine Vorsorgeherzuntersuchung
ratsam ist.

Zur Diagnose der Herzkreislauferkrankungen steht in unserer Klinik neben dem ständig auf dem neuesten Stand gehaltenen Fachwissen auch modernste bildgebende Technik, bestehend aus digitalem Röntgen, Dopplersonographiegerät der Firma GE, Computertomograph und – bei den Herzerkrankungen allerdings nur selten nötig – Kernspintomograph (MRT), zur Verfügung.

Das kardiologische Service unserer Klinik wird von drei erfahrenen Tierärztinnen betreut:

Dr. Sabine Resch
Dr. Bettina Horvath, Fachtierärztin für Kleintiere
Mag. Elisa Gamperl

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Ein Untersuchungstermin verläuft normalerweise wie folgt ab:

Nach einer einleitenden Besprechung der Problematik Ihres Tieres werden Ihr Hund beziehungsweise Ihre Katze zunächst klinisch untersucht, um die entscheidenden Parameter bezüglich Herz und Kreislauf zu erheben.

Danach wird eine Ultraschalluntersuchung inklusive Farb- und Spektraldoppler und M-Mode-Messungen angefertigt. Mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung können Herzwände, Herzklappen, der Blutfluss im Herzen und die Pumpkraft beurteilt werden. Diese Untersuchung wird von den meisten Patienten gut toleriert und stellt eine schmerzfreie, gefahrlose und genaue Untersuchungsmöglichkeit dar. Je nach Befund entscheidet der Kardiologe danach das weitere Vorgehen: wie EKG zur Diagnostizierung von Herzrhythmusstörungen, Röntgen zum Ausschluss pulmonaler Stauungsgeschehen, Blutdruckmessungen oder Anderes. Die Blutdruckmessung ist gerade bei Katzen besonders wichtig, da bei ihnen Bluthochdruck im Zusammenhang mit Herzmuskelerkrankungen, Nierenproblemen, Schilddrüsenüberfunktion, neurologischen Ausfallserscheinungen und Netzhautblutungen häufig ineinandergreifende Erkrankungen darstellen.

Im Anschluss an die Untersuchung erhalten Sie einen Befund mit Diagnose und Therapieempfehlung sowie den vorgeschlagenen Kontrolluntersuchungen. Auch der zuweisende Tierarzt wird vom Ergebnis der Untersuchungen und der weiteren Vorgehensweise in Kenntnis gesetzt, um die weitere Betreuung des Tieres übernehmen zu können.

Auch angeboren Erkrankungen/Missbildungen am Herzen kommen bei Hund und Katze nicht selten vor. Selbstverständlich stehen Ihnen in der Tierklinik Hollabrunn alle chirurgischen Möglichkeiten wie Verschlüsse des Persistierenden Ductus Arteriosus (PDA) oder Katheterdilatation bei Pulmonalklappenstenosen zur Verfügung und Ihr Tier kann bestmöglich versorgt werden. Bei Bradykardien (zu langsamer Herzschlag), die für das Tier lebensgefährlich sein können und zu plötzlichem Tod führen können, kann Ihrem Tier durch die Implantation eines Herzschrittmachers geholfen werden (Foto).

Im Anschluss an die Untersuchung erhalten Sie einen Befund mit Diagnose und Therapieempfehlung sowie den vorgeschlagenen Kontrolluntersuchungen. Selbstverständlich wird gegebenenfalls der zuweisende Tierarzt vom Ergebnis der Untersuchungen und der weiteren Vorgehensweise in Kenntnis gesetzt, um die weitere Betreuung des Tieres übernehmen zu können.

Herzschrittmacher Herschrittmacher

Unser Leistungsspektrum umfasst:

  • genaue Erhebung des Vorberichtes
  • Klinische Untersuchung mit genauem Augenmerk auf Herz-Kreislauf
  • Herzultraschalluntersuchung
  • EKG-Untersuchung
  • 24h-„Holter“ EKG zur Identifizierung nur phasenweise vorhandener Herzrhythmusstörungen
  • Blutdruckmessung
  • Labor direkt im Haus, damit sofortiges Vorliegen der Ergebnisse inkl. Blutgase, Elektrolyte und Blutgerinnung
  • weiterführende diagnostische Möglichkeiten wie z.B. Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (MRT)

Besonderes Leistungsprektrum in Zusammenarbeit mit unseren Chirurgen:

  • Herzschrittmacherimplantation
  • chirurgische Versorgung angeborener Herzerkrankungen wie
  • Verschluss eines persistierenden Ductus arteriosus (PDA)
  • Ballondilatation oder chirurgische Versorgung der Pulmonalstenose
  • thorakoskopische Behandlung von Herzbeutelerkrankungen
  • operative Entfernung von dazu geeigneten Herztumoren

Routinemäßige Herzuntersuchungen werden nach Terminvereinbarung ambulant durchgeführt. Sollte eine stationäre Aufnahme nötig sein, ist dies selbstverständlich möglich.

Falls Sie Ihr Tier betreffende Fragen haben, können unsere Kardiologinnen diese gerne kurz mit Ihnen im Vorfeld durchbesprechen. Terminvereinbarungen treffen Sie bitte über unser Rezeptionsteam: 02952-4949.

Notfälle haben natürlich jederzeit Vorrang.

Mitralinsuffizienz Doppleruntersuchung